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Meine neueste Entdeckung: Almivital Gele

 

In der Praxis habe ich tagtäglich mit Rücken- und Gelenkschmerzen zu tun, besonders in der kalten Jahreszeit. Dazu gesellen sich Muskelverspannungen und -schmerzen.

Vor zwei Wochen bin ich dann auf die phantastischen Gele aus den Hause Almivital  gestossen und bin, wie meine Patienten auch, mehr als begeistert. Meine Favoriten sind das Flexi-Aktiv-Gel mit Rosmarinöl und Arnica und Flexi-Aktiv-Gel wärmend.

Das Flexi-Aktiv-Gel mit Arnika, Rosmarin, Beinwell und Minzöl ist als leicht wärmendes Massagegel besonders für gelenknahe Bereiche hervorragend geeignet. Das Flexi-Aktiv-Gel wärmend mit rotem Weinlaub, Melisse, Kamille, Rosskastanie und Kampfer sorgt bei Muskelverspannungen für angenehme Wärme und Beruhigung der gestressten Muskulatur.

Im Programm der Firma Almivital sind noch viele andere interessante Produkte wie z.B, das Flexi-Aktiv-Gel mit Teufelskralle oder das Aloe Vera Fitness Gel. Ich freue mich sehr darauf, die Produkte in der Praxis einzusetzen.

Mein Dank an die Firma Almivital für das umfangreiche Test- und Infomaterial sowie Gutscheine iHv € 5,00 für online Bestellungen unter almivital.de.

5 Gutscheine liegen für Sie bereit, einfach diesen Post kommentieren (keine Barauszahlung).

Herzliche Grüße, bleiben Sie gesund!

Dieses unangenehme Knirschen und Knacken in der Halswirbelsäule…

Kennen Sie das? Es knirscht, es knackt und es fühlt sich blockiert an, vor allem im Bereich der Halswirbelsäule. Vielleicht klappt auch der Schulterblick beim Überholen mit dem Auto nicht mehr so richtig. Aber woran liegt das eigentlich?

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Wenn das „Haltekostüm“ in der Halswirbelsäule die Stabilität nicht mehr gewährleisten kann, wird es problematisch. Denn der menschliche Körper verfügt zum einen über eine Bewegungsmuskulatur, zum anderen aber auch über eine Haltemuskulatur. Die Bewegungsmuskulatur liegt weiter aussen im Körper, die Haltemuskulatur sehr weit innen im Körper. Wenn nun also die tiefe Haltemuskulatur z.B. in der Halswirbelsäule die „Haltearbeit“ nicht mehr leisten kann, müssen die weiter aussen liegenden Bewegungsmuskeln Haltearbeit leisten. Das mögen diese aber gar nicht! Es kommt zu Verspannungen und Schmerzen z.B. im Bereich des M. trapezius, der trapzeförmige Muskel zwischen Schulter und Wirbelsäule. Er sorgt u.a. dafür, dass wir die Arme über den Kopf heben können.

Dieser Muskel gilt aber auch als unser Stressmuskel Nr. 1, der bei Belastungen jeglicher Art sehr schnell mit Muskelverspannungen reagiert. Und hier schließt sich der Circulus virtuoses. Je weniger die Muskeln in der Halswirbelsäule (HWS) halten können, je instabiler wird die HWS. Dies führt dazu, dass die Bewegungsmuskulatur noch mehr halten muss, was wiederum zu mehr Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen kann.

Dank meiner lieben Physiotherapie-Kollegin, die mich in die Geheimnisse der Bewegungstherapie für diesen Bereich eingeweiht hat, kann ich Ihnen nunmehr noch gezielter Übungen für die Stabilisierung dieses Bereiches an die Hand geben.

Und was hat dies nun alles mit einem laserpointer, einem Haarreif, einem Igelkissen und einem balance board zu tun? Lassen Sie sich überraschen!

Ich freue mich auf Sie!

Das Piriformis Syndrom

Das sogenannte „Piriformis-Syndrom“ bezeichnet ein Engpaßsyndrom des Ischiasnervs (Nervus ischiadicus) beim Austritt zwischen Beckenknochen (Foramen infrapirifome) und Piriformis Muskel (Musculus piriformis).

Das Phämomen gilt in der Neurologie als kontroverses Thema und wurde 1947 von D.R. Robinson1 eingeführt. Oftmals wird das Piriformis-Syndrom mit einer Bandscheibenproblematik verwechselt. Man vermutet, dass Frauen 6-mal häufiger als Männer betroffen sind2.

Zu diesem Syndrom kommt es durch ein Zusammenwirken von zwei Muskulaturen: zum einen der bereits erwähnte M. Piriformis, zum anderen der M. gluteus maximus (lat. großer Gesäßmuskel).

Der Piriformis Muskel – von lateinisch piriformis = birnenförmig – hat seinen Ursprung am Kreuzbein (Sacrum/1.- 4 Segment), am Sacro-Iliakal-Gelenk und am Ligamentum sacrospinale (Band zwischen Kreuz- und Sitzbein) und zieht zum Oberschenkelknochen (Femur), genauer gesagt zum großen Rollhügel des Femur (Trochanter major).

Die Aufgabe des Piriformis Muskels ist die Außenrotation (Drehung nach aussen) im Hüftgelenk und die Unterstützung der Abduktion (seitliche Wegspreizung) des Oberschenkels. Er stabilisiert das Iliosacralgelenk (Kreuzbein-Darmbein-Gelenk) und den Oberschenkelkopf in der Hüftgelenkspfanne (Acetabulum) und hilft bei der Extension (Streckbewegung eines Gelenks)3.

Der Ursprung des Gesäßmuskels (M. gluteus maximus) hat oberflächliche und tiefe Anteile. Oberflächliche Anteile: Os Ilium (Darmbein), Lendenfaszie (Fascia thoracolumbalis), Os sacrum (Kreubein) und Os coccygis (Steißbein). Tiefe Anteile: Ala Os Ilium (Darmbeimschaufel), Ligamentum Sacrotuberale (Kreuzbein-Sitzbein-Band) und Aponeurosis glutaea (Gesäßsehnenplatte). Der Ansatz findet sich an der Tuberositas glutea (Gesäßmuskel Aufrauung) und Tractus Iliotibialis (Oberschenkel-Faszienstreifen)4.

Die Aufgabe des M. gluteus maximus ist die Extension, Außenrotation und Abduktion des Oberschenkels (Femur). Die Extension wirkt bei langen Schritten und Treppensteigen. Er bewirkt eine Stabilisierung des Knies und des Iliosacralgelenkes5

Da der M. gluteus maximus u.a. die Stabilität des Iliosacralgelenkes (ISG) stärkt, kann es bei einer Schwächung in diesem Bereich zu einer Instabilität im ISG kommen. Diese Schwäche wiederum führt zu einer hohen Spannung des M. piriformis, Hypertonus genannt. Des weiteren reagiert der Muskel bei Veränderungen/Verletzungen (Läsion) des 5. Lendenwirbels mit Spannungen.

Eine hohe Spannung im M. piriformis kann durch die anatomische Beziehung zu einer Reizung des N. ischiadicus im Bereich der Austrittsstelle am Foramen infrapiriforme (Beckenknochen) führen. Hier kann sich sehr schnell ein „circulus virtosus“ aufschaukeln, der Bandscheibenprobleme vortäuschen kann6.

Der Patient berichtet über Schmerzen im Bereich des Iliosacral-Gelenkes, des Oberschenkels (Trochanter major) sowie des Sitzbeins (Tuber ischiadicum des Os ischii) besonders bei längerem Sitzen und Bergaufgehen. Des weiteren wird das langsame Gehen (schlendern) als schwierig beschrieben.

Bei der Behandlung werden die oben beschriebenen Muskulaturen mit neurologischen, kinesiologischen Muskeltests geprüft und im Rahmen des Behandlungsprotokolls behandelt. Ziel ist vor hier vor allem die Dehnung und Verlängerung der verkürzten Muskulaturen, um dem Kompressionsphänomen entgegen zu wirken.

Dem Patienten werden ebenfalls Übungen für zuhause mitgegeben, um die Muskulaturen langsam zu dehnen.

Wer mehr wissen möchte, hier einige interessante links:

https://de.wikipedia.org/wiki/Musculus_piriformis

http://flexikon.doccheck.com/de/Musculus%20piriformis

https://de.wikipedia.org/wiki/Musculus_gluteus_maximus

http://flexikon.doccheck.com/de/Musculus%20gluteus%20maximus

Hier eine anschauliche Darstellung der Selbstbehandlung für den M. piriformis:

https://www.youtube.com/watch?v=CJ0Tqmkyau0

Hier noch etwas zum M. gluteus medius und maximus:

https://www.youtube.com/watch?v=XH7HjYqrIwQ

Bitte immer sehr achtsam und nur in Absprache mit Ihrem Therapeuten arbeiten!

Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Dann schreiben Sir mir!

 

Quellen:

1 radsource.us – MRI Wec clinic – May 2010 – Piriformis Snydrom by Pamela H. Burdett, MD

2 flexikon.doccheck.com – Piriformis Syndrom

3 Das Muskeltestbuch – Urban & Fischer Verlag – Hans Garten – M. piriformus Seite 168 ff.

wikipedia.org – Musculus gluteus maximus

5 Das Muskeltestbuch – Hans Garten – M. gluteus maximus Seite 98 ff.

6 Lehrbuch Applies Kinesiology – Hans Garten – Urban & Fischer Verlag- M. piriformis S. 464 ff.